Statt Sparpaket: Umverteilen durch gerechtes Steuersystem

Morgen plant das Bundeskabinett, das Kürzungspaket zu verabschieden. Attac fordert, die öffentlichen Haushalte durch ein gerechtes Steuersystem zu entlasten, statt die Krisenkosten den ärmsten Teilen der Bevölkerung aufzubürden.

Dem öffentlichen Schuldenberg steht ein stetig wachsender Berg privaten Reichtums gegenüber. Mit einem gerechten Steuersystem ließen sich die Krisenkosten, ja nahezu alle finanziellen Probleme der öffentlichen Hand bewältigen.

Von 1999 bis 2009 erhöhte sich das private Vermögen in Deutschland um 1,1 Billionen Euro auf insgesamt 6,6 Billionen. Das oberste Zehntel der Bevölkerung besaß 2007 einen Anteil von 61 Prozent am Gesamtvermögen; die untere Hälfte hatte im Durchschnitt ein Vermögen von null Euro, wobei das unterste Zehntel verschuldet war.

Als wesentlichen Bestandteil eines gerechten Steuersystems fordert Attac eine progressive Einkommensteuer mit einem Spitzensteuersatz von 53 Prozent. Darüber hinaus sollte eine Reichensteuer in Form eines Höchststeuersatzes von 56 Prozent ab einem Jahreseinkommen von 125 001 Euro eingeführt werden. Allein durch eine so reformierte Einkommensteuer kämen etwa vier Milliarden Euro jährlich mehr in die Staatskasse – vier Milliarden, die die Bundesregierung lieber vor allem Hartz-IV-Empfängern und Familien wegnehmen will, statt das Geld da zu holen, wo es ist.

Weitere 20 Milliarden Euro könnte eine Vermögensteuer einbringen (bei einem Freibetrag von 500.000 Euro je Haushalt und einem Steuersatz von einem Prozent). Es ist mehr als angemessen, die Reichen, deren Vermögen durch die Rettungspakete vor größeren Verlusten bewahrt wurden, besonders zur Finanzierung der Krisenfolgen heranzuziehen. Daher macht sich Attac für einen zusätzlichen Solidaritätszuschlag ab zwei Millionen Euro Nettovermögen je Haushalt stark.

Die Einnahmen aus der Erbschaftssteuer lassen sich durch eine korrekte Erfassung aller Vermögensarten sowie eine verstärkte Progression von heute vier auf zehn Milliarden Euro steigern. Weitere 20 Milliarden Euro mehr könnte der Staat einnehmen, wenn die Körperschaftsteuer erhöht und die Gewerbesteuer gestärkt würden. Es ist nach wie vor eine Skandal, dass die Unternehmenssteuern in den vergangenen Jahren mehrfach gesenkt wurden – trotz massiv steigender Gewinne.

Mit Aktionen will sich Attac im Herbst für die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums stark machen – etwa bei einem Bankenaktionstag am 29. September. Zudem wird das Netzwerk pünktlich zur ersten Lesung des Haushalts im Bundestag eine ausführliche Alternative zum Sparpaket vorlegen.

www.attac.de

Share

Unsoziales Sparpaket stoppen!

Ihr Browser ist so eingestellt, dass er das Laden des Bildes blockiert

Letzte Woche hat die Regierung ihr Sparpaket abgenickt. Es wird Arbeitslosen und Bedürftigen das “letzte Hemd” nehmen. Doch im Bundestag gibt es Widerstand auch innerhalb der CDU. Zeit für weiteren Protest. Unterzeichnen auch Sie unseren Appell für ein sozial gerechtes Sparpaket!

Oohne Änderungen will die Bundesregierung ihr Sparpaket in den Bundestag einbringen. Rentenbeiträge und Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger/innen sollen gestrichen, dafür aber Vermögende und Spitzenverdiener/innen verschont werden. Obwohl Kanzlerin Merkel und Arbeitsministerin von der Leyen ihre Sparpläne ohne Probleme durch das Kabinett brachten, regt sich Widerstand – selbst in den eigenen Reihen.

Für den CDU-Wirtschaftsrat ist das Sparpaket sozial unausgewogen. Wenn Merkel und von der Leyen ihren einseitigen Sparkurs nach der parlamentarischen Sommerpause im Bundestag vorstellen, wird es Forderungen nach einem höheren Spitzensteuersatz und einer Vermögensteuer geben – auch vom Wirtschaftsrat. Es lohnt sich also dranzubleiben und die Regierung zu einer Kurskorrektur zu drängen. Bereits 44.000 Menschen haben unseren Appell für ein sozial gerechtes Sparpaket unterzeichnet.

Fordern auch Sie sozialverträgliches Sparen!

Als die Regierung letzte Woche im Kanzleramt über ihre Sparpläne beriet, waren wir mit einer Aufsehen erregenden Aktion vor der Tür: Unerbittlich warfen eine Merkel- und eine von-der-Leyen-Puppe Eis auf Menschen in ihren letzten Hemden, die frierend vor ihnen knieten. Über 100 Aktive forderten lautstark: “Kürzt nicht beim Sozialen, die Reichen müssen zahlen!”. Die Bilder unserer Aktion flimmerten am Abend durch alle Nachrichtensendungen, selbst in der Halbzeitpause des Deutschlandspiels.

Sehen Sie unseren Aktionsfilm…

Wenn Anfang September das erste Mal im Bundestag über das Sparpaket beraten wird, wollen wir gemeinsam mit Arbeitslosen-Initiativen, Gewerkschaften und Sozialverbänden mit einer weiteren Aktion vor Ort sein. Campact-Aktive werden eine hunderte Meter lange Wäscheleine auf der Wiese vor dem Bundestag aufspannen, an der möglichst viele “letzte Hemden” im Wind flattern. Auf diese Hemden sollen Menschen aus dem ganzen Land ihre Forderungen nach einer sozial gerechten Steuerpolitik schreiben.

Die Aktion kann jedoch nur gelingen, wenn wir hunderte “letzte Hemden” zusammenbekommen. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung: Bemalen auch Sie Ihr “letztes Hemd” mit Ihrer Botschaft an die Regierung und schicken Sie es uns.

Schicken Sie uns Ihr letztes Hemd!

Was noch alles bei Campact passiert, lesen Sie wie immer in unserem Nachrichtenteil.

Mit herzlichen Grüßen
Christoph Bautz

1. Klima: Ein Klimaschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen

Erst wurde nach der NRW-Wahl sondiert und alle Regierungskonstellationen ausgeschlossen. Doch dann die Kehrtwende: SPD und Grüne versuchen jetzt alleine, eine Minderheitsregierung aufzustellen. Heute will sich Hannelore Kraft zur Ministerpräsidentin von NRW wählen lassen. Am letzten Wochenende stimmten die Delegierten auf Sonderparteitagen dem Koalitionsvertrag nahezu einstimmig zu – und der sieht auch ein Klimaschutzgesetz vor!

Lesen Sie unsere Bewertung des Koalitionsvertrags…

2. Atom: Atom-Alarm im ganzen Land

Am 26. Juli schlagen Campact-Aktive überall im Land unüberhörbar Alarm vor den Wahlkreisbüros ihrer Abgeordneten. Gemeinsam bereiten wir den Atompolitiker/innen von Union und FDP einen “Heißen Sommer” – aus dem die Abgeordneten mit der Botschaft nach Berlin zurückkehren sollen: “Längere Laufzeiten? Das fliegt mir daheim um die Ohren – das kann ich nicht mittragen!”

In jedem Wahlkreis sind wir auf Menschen angewiesen, die mit uns zusammen die Aktionen organisieren und koordinieren. Können Sie uns unterstützen und einzelne Aufgaben übernehmen?

Melden Sie sich bei uns bis morgen (Donnerstag) Abend zurück!


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 240.751 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Mit Ihrem Abo des Campact-Newsletters sind Sie Teil des Netzwerks. Unterstützen Sie Campact!


Christoph Bautz | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de
Share

Kein Streichkurs im Sozialen!

Ihr Browser ist so eingestellt, dass er das Laden des Bildes blockiert

Kein Streichkurs im Sozialen!

Das Sparpaket schröpft Arbeitslose und Familien und verschont Vermögende und Spitzenverdienende. Diese unsoziale Politik der Regierung würde die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnen. Fordern Sie jetzt ein Ende der unsozialen Sparpolitik!

Kaltherzig und unsozial – so nennen selbst Politiker/innen der CDU das Sparpaket der Regierung. Im Koalitionspoker hat sich diesmal die FDP im Dienste ihrer Klientel durchgesetzt: Vermögende, Spitzenverdiener/innen, Spekulant/innen. Sie bleiben von Mehrbelastungen verschont, während die, die keine Lobby haben, das Sparpaket schultern sollen. Über ein Drittel aller Einsparungen sind bei Rentenbeiträgen und Elterngeld für Hartz IV-Bezieher/innen sowie beim Übergangsgeld für Erwerbslose vorgesehen.

Überall im Land regt sich Widerstand gegen diesen unsozialen Aderlass. Wächst der Druck auf die Regierung weiter, könnte das Sparpaket spätestens nach der Bundespräsidentenwahl nochmal aufgeschnürt werden. Denn selbst aus dem Wirtschaftsflügel der Union wird bereits ein höherer Spitzensteuersatz gefordert. Jetzt wollen wir zehntausende Menschen hinter unseren Appell versammeln – gegen unsoziale Einsparungen und für eine gerechte Lastenverteilung.

Unterzeichnen Sie unseren Appell für ein sozial gerechtes Sparpaket!

Vermögende und Verursacher/innen der Finanzkrise will die Regierung lediglich mit einer Finanztransaktionssteuer zur Kasse bitten. Und das auch nur, falls sie international oder europaweit kommt. Gerade mal zwei Milliarden soll sie einspielen – die gleiche Summe, die allein vorenthaltene Rentenzahlungen für Hartz IV-Bezieher/innen erbringen. Typisch für das ganze Sparpaket: Wenn es um Kürzungen im Sozialressort geht, werden die Beschlüsse unmissverständlich und konkret, beim Rest bleiben sie vage und unklar.

Jetzt muss die schwarz-gelbe Regierung einen Kurswechsel vornehmen! Mit der Wiedereinführung der Vermögenssteuer und der Anhebung des Spitzensteuersatzes müssen wohlhabende Menschen ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten. Die Verursacher/innen der Krise müssen über eine Finanztransaktionssteuer deutlich stärker als geplant beteiligt werden. Und die Mehrwertsteuerentlastung als Milliardengeschenk für Hoteliers muss umgehend kassiert werden.

Fordern Sie jetzt, die Sparpläne gerecht zu gestalten!

Link zum 5-Minuten-Info…

Was noch alles bei Campact passiert, lesen Sie wie immer in unserem Nachrichtenteil.

Mit herzlichen Grüßen

Christine Borchers

1. Klima: Unklare Situation in Nordrhein-Westfalen

Die Wahl brachte große Konfusion: Welche Parteien können jetzt eine Regierung bilden? Wir waren bei den Sondierungsgesprächen vor Ort und verlangten von den Parteien, den Neubau von Kohlekraftwerken in Nordrhein-Westfalen zu verhindern. Zuletzt forderten wir von den Grünen unter dem Motto “Kohlekröte nicht schlucken”, bei einer Ampelkoalition mit SPD und FDP keine Kompromisse bei der Kohlekraft einzugehen.

Lesen Sie den Aktionsbericht…

Inzwischen sind vorerst alle Versuche einer Regierungsbildung gescheitert, Rüttgers bleibt Ministerpräsident ohne Mehrheit. Wir beobachten die Situation und bleiben dran: Sobald es eine Chance gibt, die zehn in NRW geplanten Klima-Killer zu verhindern, werden wir wieder aktiv.

2. Atom: 12.000 Ballons beim AKW Biblis gestartet

12.000 Ballons haben 600 Campact-Aktive am letzten Samstag als “radioaktive Wolke” am AKW Biblis steigen lassen – und vor den tödlichen Nachbarn gewarnt. Jetzt treffen bereits die ersten Ballonkarten bei uns ein und dokumentieren, wohin eine radioaktive Wolke am 12. Juni geflogen wäre: Nach Frankfurt, Erfurt, Leipzig und sogar fast bis Berlin.

Schauen Sie sich die beeindrucken Bilder aus Biblis im Film an!

Sehen Sie auf unserer Karte, wie weit sich die Ballons ausgebreitet haben…

Am Pannenreaktor Krümmel legen wir am 26. Juni noch einmal nach: Dort lassen wir aus den schwarz-gelben Ballons ein Radioaktivitätszeichen entstehen. Wir sind gespannt, wohin diese Ballons fliegen werden.

Kommen Sie zu unserer Aktion am AKW Krümmel und unterstützen Sie uns!

3. Atom: Entscheidung über Laufzeiten erneut verschoben!

Zum zweiten Mal hat die Bundesregierung die angekündigte Entscheidung über längere AKW-Laufzeiten jetzt schon verschoben – zunächst auf Ende Juli und jetzt auf Ende August. Dabei sollte vor zwei Wochen beim “Atomgipfel” ursprünglich alles schnell und unauffällig unter Dach und Fach gebracht werden. Hunderte Campact-Aktive hatten bei den Spitzentreffen in Berlin lautstark Alarm geschlagen – die Ministerpräsidenten verschwanden daraufhin lieber durch die Hintertür.

Sehen Sie unseren Aktionsfilm!

Blogbeiträge lesen…

4. Parteispenden: Politiker im Einkaufswagen

Mit einer ungewöhnlichen Aktion demonstrierten wir zusammen mit Transparency International, Lobby Control und Mehr Demokratie für eine Verschärfung des Parteiengesetzes: “Politiker/innen” saßen mit einem Strichcode auf der Stirn in Einkaufswagen, an denen Preisschilder befestigt waren. Daneben stand ein Supermarktverkäufer im weißen Kittel und pries Politiker/innen zu Discountpreisen an. Im Rahmen der Aktion haben wir auch die 22.000 Unterschriften von Campact-Aktiven an die Vertreter/innen der im Bundestag vertretenen Parteien überreicht.

Lesen Sie unseren Aktions-Blog…


Aktuell, kritisch, aktiv! Mischen Sie sich ein und gestalten Sie Politik! Nirgendwo geht das so umfassend und schnell wie bei uns. 233.145 Menschen sind schon dabei. Innerhalb weniger Minuten verleiht Campact Ihnen eine Stimme!Unterstützen Sie Campact!


Christine Borchers | info@campact.de | Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden | campact.de
Share